Meine Freundin Karin Tauer ist nicht nur eine tolle Malerin, Designerin, Grafikern, nein sie schreibt auch spannende, lustige, kurzweilige Geschichten, zum Beispiel im Brigitte Blog. Und sie schreibt richtig klasse. Ich frage oft: Wann erscheint denn nun mal ein Buch über die "Kanarische Geschichten"? Ich schätze mal, wir werden noch ein wenig warten müssen bis zur Veröffentlichung.
Nichts desto trotz, ich freue mich mittwochs immer auf eine weitere Geschichte. Dies tun andere offensichtlich auch, denn meist ist schon ein Kommentar abgegeben. Uns so lerne ich mit der Zeit die anderen Blog-Schreiberinnen - zumindest virtuell - kennen. Da ist zum einem Renate Blaes vom Ammersee, Christiane aus Frankreich und einige mehr.
Bei Renate stoße ichab und an auf sehr einfühlsame Berichte über Menschen, die voll Hoffnung um das Leben des erkrankten Partners kämpfen und uns teilhaben lassen an dem Kampf, den kleinen Siegen, unerwartete Anteilnahme anderer LeserInnen, aber auch vom bitteren Ende und dem Umgang mit der Trauer. Unter 18000 mal Hoffnung ist die mutmachende Geschichte von Michael und Andrea aus Köln. So manche Träne habe ich schon vergossen bei Lesen des Blogs.
Und nun ereignet sich das gleiche Drama bei Christiane, die der Liebe wegen in Frankreich ein neues Leben angefangen hat. Ihr Mann Patrick ist an Krebs erkrankt und wieder nehmen ganz viele Menschen am Schicksal teil. Sie beten um die Gesundung von Patrick, fühlen sich in Gedanken mit Christiane verbunden und schicken gedanklich viel Energie nach Frankreich.
Mich rühren diese Schicksale an und ich frage mich immer häufiger: gehe ich eigentlich bewusst mit meinem Leben um? Was wird, wenn meinem Freund so etwas zustößt? Er wohnt 500 km entfernt von mir. War es wirklich richtig, ein Geschäft in Tübingen aufzumachen, an dem ich mehr denn je zeitlich gebunden bin. Habe ich dann die Kraft, alles aufzugeben? Alles Fragen, auf die es keine sofortigen Antworten gibt. Aber sie rütteln von Zeit zu Zeit am Bewusstsein, das Leben nicht im gewohnten Trott verstreichen zu lassen, Schwerpunkte zu setzen und einmal mehr zu zeigen, wie wichtig der Partner ist, öfter zu sagen: Du ich liebe Dich, ich brauche Dich, Du fehlst mir.
Ich wünsche uns allen viel Gesundheit, damit uns diese Schicksale von Andrea und Christiane und ganz vielen uns unbekannten Menschen erspart bleiben mögen.