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Kinder-Kunstwochen in Tübingen 08 – Kunst in Tübingen 08

Ausstellungen im Stadtmuseum im Kornhaus


Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Und genau dies haben in diesem Jahr Kinder zwischen 6 und 10 Jahren ausprobiert. Im Stadtmuseum im Kornhaus fanden auch in diesen Sommerferien zwei Kinder-Kunstwochen statt. Die Museumspädagogin Frau Barbara Süß und die angehenden Künstler und Künstlerinnen hatten viel Spaß bei der Besichtigung der Kunstwerke Tübinger Künstler und Entdeckungstouren in den Magazinen des Stadtmuseums. Inspiriert von Motiven und Farben, griffen die kleinen Hände selber zu Pinsel und Farben, Buntstiften, Messer und Scheren für die Linoldrucke. Die Ergebnisse können sich sehen lassen und wurden am Ende der Projektwochen feierlich freitags in einer Vernissage der Öffentlichkeit im Stadtmuseum präsentiert.


Piratenschiffe, Schmetterlinge, Urlaubserlebnisse wie Ausritt zu Pferde oder Gipfelstürmer, Selbstporträts und Landschaftsbilder konnten im Sonderausstellungsraum bestaunt werden. So wie es sich für Künstler gehört, war jedes Bild mit Titel, Name und Preis versehen, es gab sogar Zettel mit „unverkäuflich“. Ganz wie die großen Vorbilder!


       

Bei den Linoldrucken fiel „das magische Schwert“ von der 9-jährigen Sophia sofort ins Auge.

                            

Eine weitere Ausstellungsfläche zeigte die Druckergebnisse mit dem Thema „Gesicht“. 

Kunst kommt von Können und was hier im Stadtmuseum zu bewundern ist, lässt auf neue Talente hoffen. Also, Kinder, nun heißt es fleißig üben, üben, üben und dann werden eure Bilder eines Tages auch in der Sonderausstellung „Kunst in Tübingen 2018 (?)“  im Stadtmuseum oder in der Kulturhalle hängen.

Parallel zur Ausstellung der Kinder-Kunstwochen waren vom 25. Juli bis zum 24. August Werke Tübinger Künstler und Künstlerinnen ausgestellt. Oder war es anders herum? Anlässlich der Kunst in Tübingen 08 waren die Kinderwerke ausgestellt? Wie auch immer, es hat sich auf jeden Fall gelohnt, eine Zeit im Stadtmuseum und in der Kulturhalle zu verweilen.


Beeindruckend auch hier die Vielfalt der Themen, der Techniken, der eingesetzten Materialien. Kunst ist, was gefällt. So lautet eine Definition von „was ist Kunst?“ Die hier gezeigten Exponate trafen den einen oder anderen Geschmack.

Völlig wertfrei sollen zwei Bilder erwähnt werden, das eine Bild mit dem Titel „Schneller als mein Schatten“ zeigt einen Jungen auf einem Einrad, dem der Schatten folgt.


Das zweite Bild mit dem Titel „Hope“, gemalt mit Acrylfarbe auf Leinwand, zeigt ein buntes Kaleidoskop von Afrika mit seinen Tieren und Menschen von Ulrike Allgeier.


Das dritte Highlight an diesem Sonntag schloss sich lückenlos an die beiden Ausstellungen an, eine Führung über Lotte Reinigers Wirken.


1899 geboren, perfektionierte sie die Kunst des Scherenschnittes, des Schattentheaters und Silhouetten-Animationsfilms. Noch im hohen Alter von 81 Jahren arbeitete sie an ihrem letzten Film „Die vier Jahreszeiten“, ein Jahr später starb sie in Dettenhausen. Eine Dauerausstellung im Stadtmuseum ist ihren Werken gewidmet. Nach einem Bummel durch die Altstadt konnten in der Kulturhalle weitere Kunstwerke bewundert werden. Mit Witz und einer Spur Ironie gemalt, fielen die Bilder der Serie „Ich will doch nur dein Bestes“  auf.

Fazit des Kunstbummels: Tübingen macht nicht nur blau,
sondern bietet für groß und klein einen kunstreichen „Sommer in der Stadt“.