Kunst und Kulturschau im G91-Bau, Tübingen
Die einzig wahre Quelle der Kunst ist unser Herz, die Sprache eines reinen kindlichen Gemütes. Jedes echte Kunstwerk wird in geweihter Stunde empfangen und in glücklicher geboren, oft dem Künstler unbewusst aus innerem Drange des Herzens. Schließe dein leibliches Auge, damit du mit dem geistigen Auge zuerst siehest dein Bild. Dann fördere zutage, was du im Dunkeln gesehen, dass es zurückwirke auf andere von außen nach innen. Dieses Zitat von Caspar David Friedrich spiegelt das Lebensmotto von Herbert Rösler (geb. 1924, gestorben 11.11.2006) wieder.

Durch einen schweren Autounfall in 1983 verlor der vielseitige Künstler sein Augenlicht. Geblieben waren 10 % Sehvermögen, seine Schaffenskraft jedoch ging unvermindert weiter. Chadasch heißt der Kunststil Herbert Röslers, den er mit der Gruppe91 entwickelt hat. Über 35 Jahre leben und arbeiten acht Menschen aus ganz Deutschland zusammen und haben ein gigantisches künstlerisches Werk geschaffen. Die ganze Spannbreite reicht von Malerei über Grafik, Mode, Möbel, Schmuckdesign, Architektur, Innenarchitektur bis hin zur Lyrik, Prosa und Musik. Seinen ungebrochenen Lebensmut und –willen schöpfte er aus seinem innigen Glauben an Gott und an das Gute im Menschen. Dies spiegelt sich in seinen Bildern und Texten wieder.
Kostbare Zeit, wie kann ich dich kaufen,
wie kann ich dich leben,
wie kann ich's erlaufen?
Dich, kostbare Zeit, zu lieben
und mich darin zu üben.
Kostbare Zeit, kostbare Sekunde,
du wirst zertreten von vielen Dingen,
dass wir nicht die Ewigkeit gewinnen.
Das Ticken der Uhren wird leiser,
der Lärm der Straßen wird heißer,
dass wir nicht hören,
dass sie vergeht - die Zeit.
Ich hör nicht auf das Ticken der Uhren
und nach dem Lärm,
der in meinen Ohren brennt
Ich lebe mit dir, geliebter Moment.
Er hinterließ einen zauberhaft anmutenden und exklusiven Schatz, den es nun zu verwalten und zu pflegen gilt. Keine leichte Aufgabe für die„Gruppe 91 Kulturproduktion Herbert Rösler e. V.“, so der vollständige Name.


Die G91 ist mittlerweile als förderungswürdiger Verein anerkannt und wünscht sich für ihre Arbeit tatkräftige sowie spendenfreudige Unterstützung. Hinzu kommt noch die Sorge um den Erhalt des G91-Baus, der dem Straßenbau zum Opfer fallen soll.
Bereits beim Betreten des imposanten, ganz in weiß gehaltenen Baus wird der Besucher in den Bann der einzigartigen Kunst Herbert Röslers gezogen. Schmuck, Mode, Grafiken, Bilder, ins rechte Licht gerückt, laden zum Verweilen, Schauen und Staunen ein. Ausgefallene Skulpturen als Standuhren, architektonische Modelle von hellen Cafehäusern, Designermöbel, Messeexponate und vieles mehr erregt die Aufmerksamkeit des Betrachters.

Leise erklingt angenehm dezente Musik, die Künstlerin Linda Li führt charmant durch die einzelnen Ausstellungsräume, mitunter greift sie auch zur Gitarre und singt selbstkomponierte und –getextete Lieder. Zu der Gruppe91 gehört unter anderem auch der Schauspieler Klaus König und nicht selten rezitiert er einfühlsam aus den Werken von Herbert Röslers Lyrik und Prosa.

Mein Tipp: Bringen Sie viel Zeit mit und genießen Sie diese ausgefallene Kunst und Kulturschau. Es lohnt sich! Der Eintritt ist übrigens frei.
Sie suchen einen extravaganten Rahmen für Ihre Veranstaltung oder möchten Ihren Gästen etwas Besonderes bieten? Kein Problem, denn die unterschiedlichen Ausstellungsräume im G91-Bau bieten ein besonderes Flair. Stimmen Sie Ihre Wünsche und Termine mit der Gruppe 91 ab, man berät und unterstützt Sie gern.
Reutlinger Straße 97
Öffnungszeiten ab Ostern von 15.00 bis 18.00 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung: Telefon - Nr. 0 70 71 / 4 53 75
Für Buchungsanfragen:
E-Mail: art-in-action@g91.eu
Internet: www.g91.eu
Postanschrift: Gruppe 91 Kulturproduktion Herbert Rösler
Sindelfinger Straße 30
72070 Tübingen
Spenden können auf das Konto Nr. 144 818 bei der KSK Tübingen, BLZ 641 500 20 eingezahlt werden.
Umgibt mich Luft und Licht, umgibt mich wohl Erkanntes, auch Bekanntes. Jedoch noch nie erklärt in Worten bleibt es in mir wie ein unverständiges Geheimnis der Liebe. Herbert Rösler
(Bilder und Text syw)